Landtagskandidaten am 20.09.18 zu Gast an der GAZ

podium 002Kurzerhand ins Freie verlegt wurde der zentrale Teil der Diskussion der GAZ-Oberstufenschüler mit den Landtagskandidatinnen und -kandidaten der 6 im Hessischen Parlament vertretenen Parteien. Das schöne Spätsommerwetter lud förmlich dazu ein, so dass an den 6 Stehtischen im Hof und unter schattenspendenden Bäumen entspannte, aber umso intensivere Gespräche entstanden.

Zuvor hatte Schulleiterin Kirsten Gebhard-Albrecht die Teilnehmer, Gäste und Schüler in der Aula begrüßt und mit Blick auf die vollständig versammelte Oberstufe deutlich darauf hingewiesen, dass „die potentiellen Erstwähler unter euch“ die Chance ergreifen sollten, die Kandidaten einschließlich der einzigen Frau unter ihnen auf Herz und Nieren zu prüfen. Das taten die Angesprochenen dann auch.
podium 012Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es unter der Moderation von Arwen Jäger und Daniel Hünlich aus dem PoWi-Lk von Patrick Eckert – der Kurs hatte die Veranstaltung perfekt vorbereitet und organisiert- zunächst um das zentrale Thema Bildung. Hünlich konfrontierte dabei Sandra Funken (CDU) und deren Hinweis auf die gute Situation an den hessischen Schulen mit einem Blick auf den aktuellen GAZ-Vertretungsplan, der dazu in ziemlichem Widerspruch stehen würde. „Die 105%-ige Lehrerversorgung, auf die die CDU so abhebt, ist durch die vielen zusätzlichen Aufgaben der Lehrerinnen und Lehrer längst von innen aufgefressen“, widersprach Moritz Pomny (FDP). Auch SPD-MdL Rüdiger Holschuh und Frank Diefenbach von Bündnis 90/Die Grünen vertraten grundsätzlich andere Ansätze und setzten der ‚rosaroten Brille“ (R. Holschuh) der CDU die Forderung nach einer Ganztagsschule mit einem „breit gefächerten Nachmittagsangebot“ (Diefenbach) und der „Möglichkeit der Bildung und Abschlüsse für alle" (Holschuh) entgegen. Der Geldbeutel und familiäre Bedingungen sollten dies nicht verhindern. Die Durchlässigkeit der Schulformen war auch für Sandra Funken ein wichtiger Aspekt. Anton Stortchilow (Die Linke) erweiterte, ziemlich publikumswirksam, die Forderung nach einer Ganztagsschule mit dem Vorschlag, auf Hausaufgaben gänzlich zu verzichten, während AfD-Kandidat Kunstein mit seinen an einem traditionellen Familienbild orientierten Vorschlägen nicht durchdrang.

„Super Format, Worldcafé.“ Mit diesem Kompliment im Jargon der ‚Digitals‘ charakterisierte Moritz Pomny den zweiten Teil, die Diskussion zu thematischen Schwerpunkten an 6 Thementischen. Die Politiker wechselten dabei nach einer festgelegten Zeit die Tische, sodass nach und nach alle Schülerinnen und Schüler mit allen Kandidaten in Kontakt kamen, diskutieren konnten – was dann auch sehr engagiert geschah. „Die kleinen Gruppen haben die Hemmschwellen, etwas zu sagen, bei uns Schülern deutlich gesenkt, viele haben sich einfach getraut.“ Was da Cora und Lukas als Resümee auf dem Gang zur Abschlussrunde in der Aula äußerten, traf die Stimmung bei fast allen Teilnehmern – auch ihr überraschendes, bei Schülern sehr erfreuliches Fazit: „Leider war die Zeit viel zu kurz."

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